Das Leben zweier Hogwartsschülerinnen (Teil 1)

Das Leben zweier Hogwartsschülerinnen (Teil 1)

von Lisa Falck und Paula Kaltenbach

Diese Fanfiktion ist von uns selber ausgedacht und aus verschiedenen Perspektiven geschrieben.

UND NUN VIEL SPASS !

Es roch schon in den frühen Morgenstunden nach leckerem Frühstück.  Fred und George schliefen noch, so öffnete ich leise die Tür und schlich auf Zehenspitzen in die Küche. Dort stand Mama (Molly) und ließ in dem Moment  süße Crêpes durch die Luft fliegen. Als sie sich umdrehte, erschrak sie bei meinem Anblick und ließ den herrlich duftenden Crêpe fallen, den sie die ganze Zeit mit Hilfe ihres Zauberstab hochgehalten hatte. ,,Heute morgen ist übrigens ein Brief für dich angekommen“, sagte Mama , „aus Hogwarts“.  Ich lief die Treppe zu unserem Schlafraum hoch und stürmte ins Zimmer und rief : ,,Fred ,George, aufstehen, der Brief ist da !“,  ,,Echt?!“, rief George. ,,Meinst du ich mach Scherze?“. ,,Kinder kommt zum Frühstück!“, ertönte Mum´s Stimme . Nun standen auch die anderen Weasley-Kinder auf und polterten die Treppen ins Erdgeschoss „Wo ist Daddy ?“, fragte Ginny. „Bei der Arbeit, Ginny-Maus.“ „ Wann gehen wir in die Winkelgasse?“, fragte Oberschlaumeier Percy. ,,Bald Percy“. Sagte Mum.

,,Schnell steh auf! Es gibt Frühstück!“, rief Diana, meine kleine Schwester, und stand ganz aufgeregt im Nachthemd im Türrahmen. Ich drehte mich schnell um und zog die Decke über den Kopf und grummelte: ,,Diana, geh schon mal runter ich komme gleich…“ Diana wollte gerade gehen, als auch Dobby im Türrahmen stand und stotterte: ,,Eure  Mutter verlangt nach ihnen, Clarissa.“ Da brachte das Meckern auch nichts mehr, wenn Mutter etwas will. Also verließ ich in gefühlter Zeitlupe das Bett und ging durch das marmorierte Treppenhaus in den Speisesaal. Es roch gut, auf meinem Platz lag ein Toast bestückt mit Spiegelei und Bacon, da Dobby mittlerweile weiß, dass ich es abgrundtief HASSE irgendeine edle Kacke morgens zu essen. Lieber etwas Kleines, Herzhaftes, Leckeres zum Frühstück!  Draco saß schon mustergültig an seinem Platz, wie auch Mutter und Vater. Diana saß ein paar Meter weiter weg im Wohnzimmer. ,,Clara (so war mein Spitzname), wann hast du vor dich noch…… vernünftig  anzuziehen?“, fragte Mutter mit einem komischen Unterton. ,,Es ist schon 11.50 Uhr! Schließlich wollen wir heute noch in die Winkelgasse der Brief ist angekommen.“ ,,Ich komme gleich wieder!“, rief ich fast so, dass Vater zusammenzuckte. Im Badezimmer war ich in Windeseile fertig und verließ es mit einer gepflegten Erscheinung.

Heute war mal wieder viel los in der Winkelgasse. Ich, Fred, George, Bill, Charlie und Percy und natürlich Mum klapperten zuerst Madame Malkins, Flourish & Botts ab, dann zum Schluss bestaunten wir den neuen Sauberwisch 10. Als ich plötzlich eine schneidene Stimme hinter mir hörte: ,,Viele Kinder, alle rothaarig – das kann ja nur Familie Weasley sein.“ Es war Lucius Malfoy mit samt seiner Familie plus Hauselfen (die, wie ich fand, ungerecht, ganz allein all diese schweren Tüten tragen mussten), Dad hatte erzählt, dass Lucius einmal ein Anhänger von ,,Du-weißt-schon-wem“ war. Als ich die Familie genauer betrachtete, fiel mir ein Mädchen auf, das in meinem Alter zu sein schien. Sie hatte ein eher freundliches Gesicht, im Gegensatz zu den anderen. Schließlich gingen sie von dannen und ich hörte noch wie Mr. Malfoy sagte:,,Clarissa, freunde dich bloß nicht mit diesen Blutsverrätern an.“  Ich freute mich trotzdem auf Hogwarts, egal wie andere über mich dachten, denn zusammen mit meinen Brüdern würde ich diese Schule schon aufmischen. Mit diesem Gedanken schlief ich am Abend ein, ich wusste ja noch nicht, welche tollen Sachen wir erfinden und erleben würden.

 

Manchmal konnte Vater schon nerven mit dem Groll, den er auf Familie Weasley gelegt hatte. Blutsverräter –   was für ein Schwachsinn! Das werde ich ihm nie ins Gesicht sagen können… Naja, jetzt sollte ich erstmal die Sachen für das angehende Schuljahr zusammen bekommen. ,,Wo sollen wir zuerst hin, Vater?“ Er hörte mir nicht zu ,wieder mal, und guckte in der Gegend rum. Also beschloss ich, alle Sachen selber zu holen. Die Hauselfen sollten nicht mit, ich mochte es nicht, wenn sie meine Tüten tragen müssen und meine Eltern wollten zuvor noch in die Nokturngasse. ,,Diana kommst du mit mir?“, fragte ich meine kleine Schwester und bückte mich zu ihr runter. ,,Jaa! Wenn du mir dann auch etwas Süßes kaufst. Mutter und Vater machen das ja nie.“ ,,Klar.“, grinste ich. Zuerst ging ich mit Diana zu Florean Fortescue, um ihr Erdbeer Sorbet zu kaufen. Glücklich lief sie neben mir her und schaute schmatzend zu mir hoch: ,,Wohin gehen wir jetzt?“ ,,Wir gehen jetzt zu Florish & Botts.“, antwortete ich ihr und nahm sie an die Hand. Als wir alle Geschäfte abgeklappert hatten, musste ich nochmal über das Zusammentreffen mit den Weasleys nachdenken. Ein Mädchen in meinem Alter war bei ihnen gewesen. Sie sah freundlich aus, jedoch wird sie mich wahrscheinlich wegen der Anmerkung meines Vaters hassen.

– Fortsetzung folgt –